Hypervisor
Kurze Definition
Softwareschicht, die virtuelle Maschinen erstellt und verwaltet und die zugrunde liegende Hardware von den Gast-Betriebssystemen abstrahiert.
Ein Hypervisor ist die Softwareschicht, die es mehreren virtuellen Maschinen ermöglicht, einen einzelnen physischen Host zu teilen. Es gibt zwei Typen: Typ-1 (Bare-Metal, läuft direkt auf der Hardware: ESXi, Xen, Hyper-V) und Typ-2 (gehostet, läuft auf einem Betriebssystem: VirtualBox, VMware Workstation). KVM ist technisch gesehen Typ-1, da es Teil des Linux-Kernels ist, der direkt auf der Hardware läuft; aus Benutzersicht hat es die Ergonomie von Typ-2.
Für Offshore-Hosting-Kunden spielt die Hypervisor-Wahl auf Anwendungsebene selten eine Rolle – Ihr VPS verhält sich unabhängig davon wie eine Linux-Box. Hypervisor-Unterschiede werden sichtbar, wenn: (a) Sie verschachtelte Virtualisierung ausführen möchten (funktioniert auf KVM mit aktiviertem vmx-Flag, teilweise auf Hyper-V), (b) Sie PCI-Passthrough für GPUs / spezialisierte Hardware benötigen, (c) Sie Mikrosekunden für HFT-artige Workloads benchmarken.
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